Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt und Medizinstudent: 7 wichtige Tipps vor Vertragsabschluss

 

Inhalt:

  • Tipp 1:
  • Tipp 2:
  • Tipp 3:
  • Tipp 4:
  • Tipp 5:

Tipp 1:

Berufsunfähigkeitsversicherung Arzt oder Zahnarzt: Die berufsspezifischen Besonderheiten des jeweiligen Arztberufes müssen bei der Auswahl einer BU-Versicherung beachtet werden

Die Versicherungsvergleiche der Ratingagenturen, der Fachmagazine und von Finanztest berücksichtigen oft nur allgemeingültige Bedingungen und Leistungsparameter bei der Bewertung von Berufsunfähigkeitsversicherungen - und dies nur für wenige kategorische Berufsgruppen. Zum Beispiel für Akademiker, kaufmännische Angestellte oder Handwerker. Diese Vergleiche sind deshalb für Ärzte und Zahnärzte wenig zielführend, da deren berufsspezifischen Besonderheiten und Absicherungsbedürfnisse nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Ein Arzt ist nun einmal kein Maurer, kein kaufmännischer Angestellter und auch nicht einfach nur kategorisch ein Akademiker. Zu groß sind die Unterschiede in den einzelnen Berufsbildern.

Selbst in der Berufsgruppe der Ärzte sind gravierende Unterschiede zu verzeichnen: Ein Chirurg hat nun mal ein anderes berufliches Anforderungsprofil als ein Allgemeinmediziner. Und selbst innerhalb der Berufsgruppe der Chirurgen gibt es Unterschiede:

Die unterschiedlichen beruflichen Anforderungen innerhalb der verschiedenen Facharzt-Disziplinen gehen selbstverständlich in die Tarifkalkulation ein. Beispielsweise macht es bei einigen Versicherern einen deutlichen Prämienunterschied, ob ein operierender Arzt zu weniger als 50% operierend tätig ist oder zu mehr als 50%. Diese und andere Merkmale müssen selbstverständlich bei der Auswahl und einem individuellen Vergleich der einzelnen BU-Tarife für Ärzte eingehen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Sie hochwertigen Berufsunfähigkeitsschutz zu fairen Konditionen erhalten.

Tip 2:

Der Arzt- und Zahnarztberuf ist ein Beruf mit hohen Einkommenschancen: hohe Dynamiken und weitgehende Nachversicherungsgarantien sind in der BU-Versicherung sind deshalb unverzichtbar

Nach einem aufwändigem Studium der Medizin oder Zahnmedizin erfolgt in der Regel die Facharztausbildung. Hiernach steigen die Karrierechancen und das Einkommen wächst sprunghaft. Nicht wenige Ärzte haben bald jährliche Einkommen jenseits der 100.000 Euro.

Mit steigendem Einkommen, steigendem Lebensstandard sowie laufenden Eigenheim- und Praxisfinanzierungen wächst deren Absicherungsbedarf. Nicht selten werden nun monatliche Berufsunfähigkeitsrenten von 4.000 € oder 5.000 € und mehr gewünscht.

Neuabschluss einer BU-Versicherung: Später in vielen Fällen wegen verschlechtertem Gesundheitszustand nicht möglich
Diesen hohen Absicherungswünschen stehen Hindernisse entgegen: Der Gesundheitszustand des Arztes oder Zahnarztes hat sich im Laufe der Zeit oft verschlechtert. Eine Höherversicherung oder ein Neuabschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb ohne weiteres nicht mehr möglich. Der Arzt würde schlichtweg bei Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung durch die Risikoprüfung des Versicherers fallen. Der Berufsunfähigkeitsversicherer fordert ggf. Risikozuschläge, medizinische Leistungsausschlüsse, beides oder er lehnt sogar den Antrag auf Berufsunfähigkeitsschutz ab.

Es empfiehlt sich ein Berufsunfähigkeits-Konzept
Berufsunfähigkeitsversicherungen für Ärzte und Zahnärzte müssen durch hohe Dynamiken, Ausbau- und Nachversicherungsgarantien eine bedarfsgerechte Erhöhung des Berufsunfähigkeitsschutzes ohne Gesundheitsprüfung sicherstellen. Gegebenenfalls müssen zwei oder mehrere Berufsunfähigkeitsversicherungen in einem Konzept so miteinander kombiniert werden, dass eine spätere Erhöhung der versicherten Berufsunfähigkeitsrenten in einer angemessenen Höhe - ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich ist.

Viele Berufsunfähigkeitsversicherer stellen zwar werbewirksam ihre Ausbau- und Nachversicherungsgarantien heraus, doch diese verpuffen später oft durch strenge finanzielle Angemessenheitsprüfungen. Oder sie beschränken durch Vertragsklauseln eine Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente auf beispielsweise maximal 500 €, so dass eine angemessene Absicherung nicht erreicht werden kann. Hiermit ist Ärzten und Zahnärzten nicht gedient.

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Tip 3:

Ärzte und Zahnärzte üben ihren Beruf aus Berufung aus: Deshalb sind die positive Regelungen zu einer konkreten Verweisung besonders wichtig

Ärzte und Zahnärzte üben ihren Beruf aus Berufung aus. Sie möchten anderen helfen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Ärzte, wenn sie in ihrem "zuletzt ausgeübtem Arztberuf" berufsunfähig werden, nicht selten unter Einsatz all ihrer Kräfte versuchen, zumindest in einem "anderen Arztberuf" weiterhin helfend tätig zu sein. Vorstellbar wäre es auch, dass der betroffene Arzt eine Facharztausbildung eines anderen ärztlichen Berufsbildes absolviert, in dem er noch mit seinem verbliebenen Restleistungsvermögen arbeiten kann.

Dieses besondere Absicherungsbedürfnis muss Berücksichtigung finden. Achten Sie deshalb darauf, dass die Regelungen zur konkreten Verweisung in Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung für Sie vorteilhaft geregelt sind.

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Tipp 4:

Eine spätere Praxisgründung sollte eingeplant werden: Deshalb schon bei Vertragsabschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung auf eine vorteilhafte Umorganisationsklausel achten

Die in den Versicherungsbedingungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arzt oder Zahnarzt verankerten Umorganisationsklauseln können dazu führen, dass niedergelassene Ärzte und Zahnärzte trotz Vorliegen einer medizinischen Berufsunfähigkeit keine Leistung erhalten. Deshalb ist schon bei Vertragsabschluss darauf zu achten, dass die in den Versicherungsbedingungen enthaltenen Regelungen einer betrieblich zumutbaren Umorganisation einer Arzt- oder Zahnarztpraxis - auch im Hinblick auf eine erst später geplante Freiberuflichkeit - konkret und vorteilhaft formuliert sind.

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Tipp 5:

Ärzten und Zahnärzten kann ein Berufsverbot aufgrund einer Infektionsgefahr drohen: Sie benötigen eine "Infektionsklausel"

Nur wenige Berufsunfähigkeitsversicherungen für einen Arzt oder Zahnarzt bieten eine vorteilhafte Infektionsklausel an. Vor Vertragsabschluss muss darauf geachtet werden, ob in den Versicherungsbedingungen der jeweiligen Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt eine Infektionsklausel vorgesehen ist und wenn ja, dann muss die dem Versicherungsvertrag zugrundeliegende Infektionsklausel daraufhin analysiert werden, unter welchen Voraussetzungen sie bei einem gesetzlichen oder behördlichen Berufsverbot infolge einer Infektion eine Rentenleistung vorsieht.

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Warum die Gesundheitsfragen von zentraler Bedeutung sind?

Beantworten Sie die Gesundheitsfragen im Versicherungsantrag nicht wahrheitsgemäß, unvollständig oder verschweigen gefahrerhebliche Umstände, verletzten Sie die sogenannte vorvertragliche Anzeigepflicht. Der Versicherer ist in diesen Fällen berechtigt, die Berufsunfähigkeitsrente zu kürzen oder ist sogar ganz leistungsfrei.

Die BU-Versicherer prüfen i.d.R. erst im Leistungsfall, ob Sie seine Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet haben. Spätestens dann erfährt der Versicherer von Ihrer Anzeigepflichtverletzung. Beantworten Sie deshalb die Gesundheitsfragen so präzise wie möglich und fordern Sie gegebenfalls Ihre Patientenakte an!

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